Zwangspause


Meine Lieben - der Vorsatz mehr zu schreiben hält zwar nach wie vor an, doch mir wurde die Möglichkeit dazu genommen. Wtf?

Bedeutet Folgendes:
Ich habe seit gewisser Zeit kein Internet mehr zuhause. Nicht, weil ich keine Rechnung gezahlt habe (lol), sondern weil es mir eine Person genommen hat, um mir und dem Rest meiner Familie zu schaden. Dazu kommt, dass meine mobilen Daten in meiner Heimatstadt zu schlecht sind, sodass ich rein gar nichts machen kann (sprich: ich kann nicht einmal eine E-Mail senden). Außer lesen, haha.

Aktuell nutze ich also das WLAN aus der Berufsschule. Stellt euch vor, deshalb sitze ich jetzt sogar "freiwillig" im Religionsunterricht, obwohl ich davon befreit bin. Nur um so viel wie möglich online zu erledigen!

Wie dem auch sei, glücklicherweise wird das kein Dauerzustand. Wir lassen uns nie unterkriegen.

Um vielleicht doch noch kurz zu umreißen, was zurzeit bei mir los ist:
Auf der Arbeit läuft alles nach wie vor super. Ich habe immer mehr und mehr Aufgaben, komme gut bei den Kollegen an (den Eindruck habe ich zumindest) und die Berufsschule hat in der ersten Blockwoche auch zufriedenstellend begonnen. Privat gibt es jedoch ein großes Problem, das mir wahnsinnigen Kummer bereitet. In meinem Fall ist Kummer die beste Diät, denn selbst mein Körper reagiert auf die momentane Situation. Unglaublicherweise bin ich aber dennoch so glücklich wie nie. Die Arbeit erfüllt mich mit Freude, denn ich werde gebraucht und wertgeschätzt. Auch durften meine Familie und ich in der schlimmsten Not die Hilfsbereitschaft und die Güte fremder Menschen erfahren. In erster Linie ist es diese Tatsache, die mich mit Glück erfüllt. Nie hätte ich damit gerechnet, was fremde Menschen füreinander tun.

Zwar habe ich in absehbarer Zeit wieder WLAN, doch bis dahin muss ich wohl oder übel eine Zwangspause einlegen. Außerdem steht Ende September die Zwischenprüfung für die Ausbildung an, also ist das vielleicht gar nicht so schlecht. So kann ich mich wenigstens voll und ganz auf das Lernen konzentrieren und werde nicht abgelenkt.

Außerdem hoffe ich, dass ich das nächste mal, wenn ich mich wieder melden kann, große Neuigkeiten haben werde. Die Aussicht darauf treibt mich an.

BEGINNINGS START WITH AN END
14.9.17 12:31


Starke Frauen


Wenn ich schon dabei bin zu erzählen was mich so glücklich macht, muss ich auch unbedingt zwei Personen vorstellen. Dabei geht es mir in erster Linie um das, was sie ausmacht, ihren Charakter und vor allem ihre Stärke, mit der sie jeden Tag aufs neue bewältigen.

Die Rede ist von meiner Mutter und meiner besten Freundin. In beiden sehe ich große Vorbilder, denn sie leisten einfach Unglaubliches. Das sind Dinge, die mich inspirieren, die mich vorantreiben und die mir auch bei Entscheidungen helfen. Dinge, die mich motivieren, die mich immer wieder mein Limit erreichen lassen - im positiven Sinne - und die mir gleichzeitig eine Menge Geborgenheit und Liebe geben.

Meine Mutter hat mich von Anfang an dazu erzogen, meinen Stolz und meine Unabhängigkeit niemals aufzugeben und immer mein bestes zu geben. Deshalb bin ich heute hier an diesem Punkt angekommen, an dem ich ohne zu zögern behaupten kann, dass ich glücklich bin. Ohne meinen Stolz und meine Unabhängigkeit hätte ich mich womöglich erniedrigen und in Abhängigkeiten drängen lassen, die mir nur geschadet hätten. Nein, stattdessen bin ich ein Freigeist, ich weiß, was mir gut tut, weiß, wann ich Raum für mich brauche und bin mit mir selbst im Reinen. Ich weiß aber auch, dass ich alles, worauf ich zurückblicken kann, alleine und aus eigener Kraft erreicht habe. Mein Studium, meine Ausbildung, vielleicht auch die Entdeckung meiner Gabe(n). In allem habe ich zwar die bedingungslose Unterstützung meiner Mutter genießen dürfen, doch letztendlich bin ich schon immer meinen eigenen Weg gegangen. Nie musste ich mich dazu an jemanden binden oder war auf jemanden angewiesen. Alles, was ich habe, konnte ich mir selbst aufbauen.

Danke, Mama, dass du mich zu dem Menschen gemacht hast, der ich heute bin.
Es ist mir möglich Dinge zu hinterfragen oder nicht einfach hinzunehmen und mich damit abzufinden. Ich kann für das kämpfen, was ich will. Durch dich bin ich mir auch bewusst, wie viel wirklich in mir steckt, und dass ich damit noch viel erreichen kann. Dass ich mein Leben konstant verbessern kann. Mit deiner selbstlosen, aufopferungsvollen und wortwörtlich liebevollen Erziehung lässt du mich heute an mich selbst glauben und daran, dass ich immer noch ein Stückchen mehr haben kann.

Auch meine beste Freundin ist schlichtweg fantastisch. Vermutlich liegt es ein bisschen am Altersunterschied, denn sie könnte eigentlich auch meine Mutter sein. Doch noch nie, seit wir uns kennen, stand das zwischen uns, weil wir uns von Anfang an auf gleicher Ebene begegneten. Die Freundschaft zu ihr betrachte ich als etwas ganz besonderes, da sie sich an meinem Leben beteiligen möchte und weil ich mit absoluter Sicherheit weiß, dass sie ebenfalls stolz auf mich und das, was ich tue, ist. Auch sie unterstützt mich in all meinen Entscheidungen, lässt mich an ihren eigenen Erfahrungen teilhaben und nimmt mich auch einfach mal in den Arm, wenn ich es brauche (oder verschwindet wortlos in der Küche und erscheint mit einem Glas Sekt wieder, weil sie mir ansieht, dass ich wütend bin lol). Gleichzeitig kann ich sie auch zu jeder Zeit um Rat bitten, da sie immer ein offenes Ohr für mich hat und mir ihre Meinung ehrlich darlegt. Natürlich ist es manchmal nicht das, was ich hören möchte, allerdings stößt sie mich damit jedes mal zum nachdenken und zum Reflektieren der Situation an.

Tatsächlich ist sie für mich mehr Familie als der ein oder andere direkte Verwandte. Das mag an ihrer herzensguten Art liegen, daran, dass sie alles für die Menschen macht, die ihr etwas bedeuten oder auch daran, dass ich bei ihr jedes einzelne mal mit offenen Armen empfangen werde. Mittlerweile habe ich wirklich das Gefühl, als würde ich in mein zweites Zuhause kommen, wenn ich sie und ihren Mann besuche. Beide geben so viel und haben noch niemals etwas dafür im Gegenzug erwartet. Das ist für mich beeindruckend und erfüllt mich mit tiefer Zuneigung.

Doch nicht nur das, was beide Frauen direkt für mich tun, ist bewundernswert. Nein, vielmehr sind auch ihr Kampfgeist, ihre Stärke und die unbändige Kraft die wesentlichen Faktoren, weshalb ich ihnen nacheifern möchte. Beide haben sich noch kein einziges mal durch Schicksalsschläge oder Krankheiten unterkriegen lassen und begegnen jedem neuen Tag mit Lebensfreude. Sie schützen ihre Familie und opfern sich dafür bis über die Grenze hinaus auf. Auch habe ich den leisen Verdacht, dass mich beide auf ihre Arten vor Bösem behüten wollen - auch heute, mit 25 Jahren. Dafür reichen vermutlich ein paar einfache Worte der Dankbarkeit gar nicht aus.

All diese Gründe und selbstlosen Taten motivieren mich dazu, ein guter Mensch zu sein. Wärme zu geben, Herzlichkeit, Dankbarkeit für die kleinen Dinge zu zeigen und aus allem das beste zu machen. Vielleicht ist das ein akzeptabler Weg meine eigene Dankbarkeit zu zeigen, denn um nichts auf der Welt möchte ich jemanden mit einem Fehler enttäuschen. Ich möchte ihnen zeigen, das ich ihre Zuneigung nutze, um aus mir etwas zu machen, auf das man mit Stolz blickt. Ich möchte ein Mensch sein, der selbst als herzlich wahrgenommen wird und der nie seinen Weg aus Bequemlichkeit (seien es Faulheit, Abhängigkeit oder Kraftlosigkeit) aus den Augen verliert.

Ihre Bemühungen, die sie in mich investiert haben (und es noch immer tun) sollen nie umsonst gewesen sein.


Ich hoffe, dass mein Eintrag nun als Quelle der Inspiration für euch dient. Macht euch bewusst, was die Frauen in eurem Umfeld in ihrem Leben geleistet haben - sei es eure Mutter, Schwester, Partnerin, Freundin. Jede trägt Tag für Tag einen neuen Kampf aus - der mit ein klein wenig Unterstützung sicherlich angenehmer gestaltet werden kann.
12.8.17 15:56


Blumengeschenke


Eine Grundinformation für die folgenden Einträge muss ich hier an dieser Stelle einfach schreiben:

Ich bin wahnsinnig glücklich und zufrieden.

Dieser ganze Zustand des Dauerglücks hat unterschiedliche Ursachen und viele Faktoren spielen eine entscheidende Rolle dabei. Nach und nach möchte ich diese näher erläutern, wie wäre es heute also mit den Blumen, die ich in den letzten Monaten erhalten habe?

Blumen sind etwas wunderschönes. Gerade im letzten Jahr habe ich meine Begeisterung für den Garten entdeckt und habe viel Zeit im Grünen genossen (mal ehrlich, ihr Stadtmenschen - es gibt nichts herrlicheres als die Blumen das Jahr über beim Wachsen zu beobachten). Und da Blumen durch ihre faszinierenden Farben, Formen und zarten Düfte wie geschaffen für Frauen sind, sind sie eigentlich das perfekte Geschenk. Immerhin spiegeln sie damit die Anmut der Frau wider. (Okay, der letzte war nun wirklich kitschig.)

Doch einen richtigen Blumenstrauß habe ich schon lange nicht mehr bekommen...

Das erste Blumengeschenk habe ich mir selbst gemacht. Es hat nämlich den Anschein als hätte ich einen grünen Daumen, denn auf meinem Fensterbrett im Wohnzimmer sprießt und gedeiht seit Monaten ein kleines Avocadobäumchen. Mittlerweile ist es stattliche 30 cm hoch und trägt große und kräftige grüne Blätter. Man kann regelrecht jeden neuen Tag einen Fortschritt erkennen! Das macht mich zum einen unglaublich stolz, zum anderen freue ich mich darüber, dass aus einem eher hässlichen Kern etwas so beeindruckendes wächst. Quasi aus dem nichts heraus. Dieser Gedanke inspiriert mich zu vielem, denn egal, wie unscheinbar die Basis ist, mit Pflege, Liebe und Zuwendung kann etwas großes daraus werden.
Nur schade, dass mein Bäumchen aufgrund unseres Klimas wahrscheinlich nie Früchte tragen wird.

An Pfingsten erhielt ich das zweite Blumengeschenk und weiß bis heute nicht, wer mich damit überrascht hat. In vielen (ländlichen) Regionen ist es zu Pfingsten Brauch, der Angebeteten eine Birke zu stecken. Junge Männer ziehen in den Wald, suchen eine schöne Birke aus, sägen diese ab und stellen sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vor das Haus ihrer Liebsten. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass sie nicht erfährt, wer denn der junge Mann war. In seltenen Fällen wird trotzdem noch eine Spur zum Wohnhaus des jungen Mannes gelegt, in den meisten Fällen geschieht das alles jedoch völlig anonym. Dieses Jahr habe ich nun also zum ersten Mal in meinem Leben eine Birke gesteckt bekommen. Da habe ich ganz schön gestaunt, als ein 5m langer Ast an unserer Haustür lehnte! Das Wissen, dass sich ein heimlicher Verehrer extra nur meinetwegen diese Mühe gemacht hat, wärmt mir noch immer das Herz. Denn es muss offensichtlich jemand sein, der mich kennt, der mich vielleicht schon öfters gesehen hat (er weiß ja schließlich auch wo ich wohne) und der mich so mag, wie ich bin. Gerade an jenen Tagen, an denen man an sich selbst zweifelt, heitert mich dieser Gedanke wieder auf. Denn egal, ob mir meine Haare zu platt und glanzlos vorkommen, ob ich vielleicht zu laut an einer unpassenden Stelle gelacht habe oder ob das Make-Up verwischt ist - irgendwer mag mich so wie ich bin.
Lieber Unbekannter, falls du jemals diesen Absatz lesen solltest: Ich danke dir so sehr, dass du mir durch deine Geste dieses Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gegeben hast. Deine Birke ist Balsam für mich, wenn mich Zweifel zu überrollen drohen.

Und da aller guten Dinge drei sind, muss ich vom letzten - und wahrscheinlich auch schönsten - Geschenk schreiben. Erst gestern habe ich eine Blume auf dem ungewöhnlichsten Weg erhalten. Eine einfache Zeichnung, gemalt auf einen Zettel auf der Arbeit. Diesmal ist mir der Absender bekannt, denn es ist der wundervollste Mann auf der ganzen Welt. Er hat mir die Blume auf einen Zettel gezeichnet, von dem er sicher wusste, dass nur ich ihn in die Finger bekomme. Kommentarlos. Und dennoch hat er mich mit einem gedankenlosen Gekritzel zum glücklichsten Menschen gemacht. Denn letztendlich ist es doch nicht wichtig, ob man die schönsten und prächtigsten Rosen bekommt, irgendwann verblühen auch diese. Nein, denn eigentlich geht es doch darum, dass man jemandem mit einer unerwarteten Überraschung den Tag versüßt.

Diese Zuneigung, die ich erfahren darf, ist unbezahlbar. Dass es Menschen gibt, die mich wahrnehmen, die etwas an mir sehen, das ihnen gefällt, und die mir eine Freude machen wollen ohne etwas dafür im Gegenzug zu erwarten, ist so wertvoll. Selbstlosigkeit empfangen zu dürfen ist eines der schönsten Geschenke der Welt. Für nichts möchte ich es eintauschen, denn daher rührt doch Glück. Dieses zarte, wohltuende, reine Glück. Aber auch der Stolz, den man empfindet, wenn man aus eigener Kraft etwas erreicht, durch Disziplin, Beharrlichkeit und manchmal auch gutem Zureden, kann zu viel größerem beflügeln. Oft unterschätzen wir uns vielleicht selbst, doch der Erfolg, den man nach den Anstrengungen erreicht, macht doch alles wieder wett.

Denkt darüber nach!
8.8.17 17:40


Rückmeldung


Meine Lieben, ich habe es jetzt sage und schreibe vier Monate geschafft, das Bloggen erfolgreich zu verdrängen. In seltenen Momenten hatte ich zwar das Bedürfnis, einen Eintrag zu verfassen, doch schon nach wenigen Worten habe ich gemerkt, dass der Versuch zu nichts führen würde. Wahrscheinlich gewann die Bequemlichkeit an Überhand und ich beendete das Unternehmen schnell wieder. Seufz.

Doch es gibt so vieles zu erzählen!

In den letzten Wochen kribbelte es mir immer mehr in den Fingern, ein neues Design zu erstellen. Erstens wollte ich meine Motivation dadurch zurückgewinnen, zweitens haben wir in der Berufsschule einen kurzen Exkurs in die Websiteprogrammierung (HTML/PHP) gemacht - und hey, immerhin beschäftige ich mich damit seit meinem 13. Lebensjahr (äußerst laienhaft) und so hat das ganze sehr viel Spaß gemacht.

Ursprünglich war ein komplett anderes Bild für das neue Layout vorgesehen; das Zitat sollte jedoch um jeden Preis mit drauf. Nach einigem hin und her (ok, es waren mehrere Stunden) fiel meine Wahl spontan auf obiges Foto. Als ich es während meiner Suche im WWW sah, wusste ich einfach, dass es passt (Holy moly, andere reden so über ihren Partner; ich bin stattdessen vernarrt in ein Bild). I am the master of my sea hat gerade in den letzten Monaten viel an Bedeutung für mich gewonnen bzw. beschreibt es auch meine aktuelle Lage/Situation trefflich. Mehr dazu aber in einem weiteren Blogeintrag.

An diesem Punkt verabschiede ich mich nämlich wieder. Es ist spät, ich bin müde und wollte die große Welt da draußen eigentlich nur wissen lassen, dass es mich noch gibt. Da tatsächlich eine Menge seit April passiert ist, gehe ich mal davon aus, dass in der kommenden Zeit eine regelrechte Flut an Einträgen hier entstehen wird.

Bis dahin!
5.8.17 22:42


Mein eigener Frühling


Vielleicht liegt es daran, dass auch bei uns endlich der Frühling beginnt oder an der Trennung von meinem Exfreund - jedenfalls habe ich momentan das Gefühl als wäre ich wie neu geboren. Lasst es euch erklären:

Die Trennung verlief nicht schön. Er war der Ansicht, er müsse sich auf erbärmlichste, bösartigste und niederträchtigste Weise verabschieden. Doch wenn ich ehrlich bin, verspüre ich nichts als Erleichterung deswegen. Ich fühle mich wieder frei, werde nicht mehr eingeengt und werde auch nicht mehr durch seine elendige Negativität beeinflusst.

Ironischerweise erreichte mich seine Nachricht (ganz genau - mein Exfreund hat die Beziehung nach 1,5 Jahren per WhatsApp beendet) just in dem Moment, als ich seine Zahnbürste bei mir Zuhause in den Mülleimer geschmissen habe. Meine Zahnbürste kann er nicht entsorgen. Durfte ich ja nie bei ihm lassen, haha.

Und kaum ist er weg - ich bin übrigens an jenem Abend zwar betrunken, aber so glücklich wie schon sehr lange nicht mehr ins Bett - blüht alles um mich herum regelrecht auf.

Als ich Ende März einige Tage frei hatte, bekam ich überraschend eine Nachricht von einem Arbeitskollegen, dass ich auf der Arbeit sehr fehlen würde. Ich denke, das spricht für mich, dass mich meine Kollegen nach nur wenigen Tagen vermissen. Des Weiteren erhielt ich eine grandiose Aufgabe von meinem Chef - Achtung bitte:

Ich werde Schulungen halten!!


Objektiv betrachtet ist das wahrscheinlich keine große Sache, doch für mich bedeutet es wahrlich so viel. Zum einen kann ich auf diese Weise mein Studium mit meiner Ausbildung verbinden, zum anderen bringt mir mein Chef diesbezüglich auch sehr viel Vertrauen (auch auf meine Fähigkeiten bezogen) entgegen. Das stärkt das Selbstwertgefühl natürlich enorm. Die erste Schulung ist für Ende April anberaumt und soll für 300+ Kollegen ausgelegt sein, puh... Aber auch abgesehen davon bekomme ich immer mehr Verantwortung und neue Aufgaben(-gebiete) und ich liebe meine Arbeit mit jedem Tag mehr.

Darüber hinaus war ich nach ungefähr zwei Jahren wieder beim Friseur. Ja, ich weiß, Frauen verarbeiten angeblich Trennungen am besten mit einem Gang zum Friseur - allerdings war ich schon davor dort, das zählt also in diesem Fall nicht. ;D Die neue Farbe unterscheidet sich zu meiner Naturhaarfarbe zwar nicht besonders, allerdings reicht mir dieser Wandel völlig aus. Am Morgen nehme ich mir nun auch immer zehn Minuten Zeit, um ein dezentes Makeup aufzulegen und die Haare nicht mehr in einem einfachen Zopf unter Kontrolle zu bekommen. Und schwubbs, fühle ich mich noch wohler. Rückblickend habe ich mich im letzten halben Jahr sehr gehen gelassen, denn ich habe mir kaum noch Mühe in Bezug auf meine Haare, mein Makeup oder die Fingernägel gemacht. Doch seit einiger Zeit möchte ich unbedingt zeigen, was ich aus mir machen kann. Die Klamotten müssen zwar nach wie vor praktisch sein - doch "schön" bedeutet ja nicht gleich "unpraktisch".

Mit meinen Büchern läuft es momentan auch sehr gut. In den letzten drei Wochen habe ich sechs Bücher geschafft - neben Arbeit und Haushalt eine gute Bilanz, wie ich finde. Für April habe ich mir vorgenommen, keine neuen Exemplare zu bestellen, allerdings bin ich etwas skeptisch, da ich mir den selben Vorsatz bereits für März gemacht habe. Letztendlich standen dann zehn neue Romane in meinem Regal. Upsi...

Auch was meine Familie und Freunde betrifft, lief es nie besser. Mein Bruder ist jetzt sozusagen einer meiner Arbeitskollegen und rundherum zufrieden. Und das freut mich wiederum sehr. Es erfüllt mich auch regelrecht mit Stolz, denn er durchläuft momentan auch eine Wandlung und entwickelt dabei ein beeindruckendes Verantwortungsbewusstsein für seine Aufgaben auf der Arbeit.
Darüber hinaus habe ich den Eindruck, dass die Freundschaft zu meiner besten Freundin und ihrem Mann noch enger geworden ist. Die beiden sind so ziemlich die einzigen Menschen, denen ich sofort glaube, wenn sie sagen, dass sie sich für mich freuen. Oder dass ich jederzeit willkommen bei ihnen bin. Sie sagen es nicht nur wie die meisten anderen Menschen, sondern meinen es wirklich und glaubhaft so. Diese Herzlichkeit, die ich durch die beiden erfahren darf, macht mich sehr glücklich. Meine beste Freundin hat mir sogar gesteckt, dass sich ihr Mann schon fast als eine Art Onkel für mich sieht. Er ist schier explodiert, als er erfahren hat, was sich mein Exfreund geleistet hat. Seine Reaktionen lassen mich richtig schmunzeln und ich bin fest überzeugt, dass es daher rührt, dass wir uns alle miteinander fest ins Herz geschlossen haben.

Für den weiteren Verlauf des Jahres habe ich geplant, dass ich gerne nach London fliegen würde (hallo Jasmin! Falls du mitliest - stell dich schon einmal drauf ein, dass ich dich besuchen komme!) und mindestens ein Mal nach Prag fahre. Konkret habe ich noch keine Vorstellungen, wann und wie alles stattfinden soll, aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass es für einen kleinen Urlaub wieder höchste Zeit wird.

Und was die Zeit dazwischen betrifft: Die genieße ich in vollen Zügen.
14.4.17 16:40


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