Neue Arbeitsmittel


Da ich in den letzten Monaten kein einziges Mal gebloggt habe, habe ich den Entschluss gefasst und all die vorherigen Einträge gelöscht. Ich habe keine Lust, um daran anzuknüpfen; also fange ich frisch und neu an. Zumal ich seit gestern einen neuen Laptop habe und demnach in nächster Zeit wieder mehr davor sitzen werde. Mein Netbook hat nämlich genau zu Weihnachten den Geist aufgegeben und nur am Smartphone oder Tablet dillern mag ich auch nicht. (Außerdem brauche ich den Laptop dringend für die Schule... Was wäre eine Informatikkauffrau ohne eigenen Rechner!)

Doch was gibt es nun zu erzählen?

Vieles. Und ich habe überhaupt keinen Plan, wo ich beginnen soll.

Über das neue Jahr lässt sich noch nicht allzu viel berichten. Silvester haben mein Freund und ich ganz gemütlich Zuhause verbracht, wir haben gemeinsam gekocht und Harry Potter geschaut. That's it, nothing special. Die ersten Arbeitstage waren ebenso entspannend; man merkt nun einmal, dass noch viele Kollegen im Urlaub sind. Da bleibt das Telefon auch schon mal etwas länger still

Wenn man allerdings das Jahr 2016 betrachtet, werden mir davon viele Dinge in Erinnerung bleiben. Viele gute, aber auch viele schlechte...

» Zwei kleine Mädchen (im Alter von ein und zwei Jahren) sagen teta bzw. тетя zu mir. Plötzlich bin ich also Tante und völlig vernarrt in die beiden.

» Mein Herz habe ich ebenso an zwei Hunde verloren, die von meinen Streicheleinheiten kaum genug bekommen... Oder bekomme ich nicht genug von den beiden?

» Ich habe im Frühling den wahrscheinlich miesesten Job angenommen und wurde nach kurzer Zeit aufgrund von sexueller Belästigung fristlos gekündigt. Man beachte, dass ich das Opfer war.

» Doch gleichzeitig habe ich mich so gut mit einer meiner Kolleginnen dort angefreundet, dass ich sie heute quasi als meine Zweitmami betrachte.

» Parallel dazu habe ich meine Gabe entdeckt: Ich blühe regelrecht auf, wenn ich Kindern Nachhilfe in Deutsch und Englisch geben kann. Ladies and gentlemen, ich bin eine erfolgreiche Nachhilfelehrerin!

» Im September habe ich meine Ausbildung zur Informatikkauffrau in einer Glashütte begonnen. Obwohl dies eine von Männern dominierte Welt ist, fühle ich mich dort aufgehoben und endlich angekommen.

» Mein Freund und ich verlieben uns jeden Tag ein bisschen mehr ineinander. Er trägt mich auf Händen und liest mir meine Wünsche von den Augen ab. Was habe ich für ein Glück mit ihm!

» Dank ihm habe ich eine neue Sichtweise auf die Ernährung gewonnen und habe dadurch in der ersten Hälfte des Jahres zehn Kilo abgenommen. Darüber hinaus verzichte ich seit mittlerweile 13 Monaten auf Fleisch und seit 11 Monaten auf Kuhmilch.

» Selbst im Fitnessstudio habe ich mich angemeldet und finde mehr und mehr Gefallen daran. Okay, dass der Freund im Raum nebenan seine 130 Kilo hebt und dabei wahnsinnig heiß aussieht, hat auch seinen gewissen Reiz.

» Meine Leidenschaft für das Lesen ist neu entflammt: Mir ist es nicht selten passiert, dass ich ein komplettes Buch an einem Tag verschlungen habe. In einem Jahr sind so 46 Bücher zusammen gekommen.

» Musikalisch habe ich mich überraschenderweise auch betätigt, denn ich übe seit einigen Wochen die Stücke aus den Harry-Potter-Filmen auf der Klarinette.

» Dennoch habe ich viele Momente erlebt, in denen ich verzweifelt, hoffnungslos und starr vor Angst war. Doch die Erfolge, die ich mir hart erarbeitet habe, machen diese dunkle Zeit wieder gut.

Alles in einem denke ich, dass 2016 ziemlich durchwachsen war. Vieles hat sich verändert; zudem habe ich wieder meinen eigenen Haushalt und bin demnach mein eigener Herr - lediglich mein Bruder zieht momentan wieder bei mir ein. Aber unsere Bindung ist 2016 aufgrund des größten Supergaus noch stärker geworden - wir wissen mit absoluter Sicherheit, dass wir uns aufeinander verlassen können.

Darüber hinaus habe ich wirklich alles, was man zum glücklich sein braucht: Eine Arbeit, die mir jeden Tag sehr viel Freude und ein geregeltes Einkommen bringt, Kollegen, die ich sehr lieb gewonnen habe, Anerkennung für mein Tun, Selbstständigkeit und Selbstwertgefühl, einen umwerfenden Freund und eine beste Freundin, bei der ich mich vom ersten Moment an herzlich Willkommen gefühlt habe. Ich habe viele Interessen und Hobbys und auch materiell fehlt es mir an nichts.

Ich merke richtig, wie ich mich in diesem einen Jahr verändert habe, doch meine ich, dass es gut so ist. Jetzt verabschiede ich mich allerdings, da ich todmüde bin

Habt morgen einen schönen Feiertag!
5.1.17 22:12
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mirco / Website (6.1.17 14:53)
Sehr schön geschrieben

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