Starke Frauen


Wenn ich schon dabei bin zu erzählen was mich so glücklich macht, muss ich auch unbedingt zwei Personen vorstellen. Dabei geht es mir in erster Linie um das, was sie ausmacht, ihren Charakter und vor allem ihre Stärke, mit der sie jeden Tag aufs neue bewältigen.

Die Rede ist von meiner Mutter und meiner besten Freundin. In beiden sehe ich große Vorbilder, denn sie leisten einfach Unglaubliches. Das sind Dinge, die mich inspirieren, die mich vorantreiben und die mir auch bei Entscheidungen helfen. Dinge, die mich motivieren, die mich immer wieder mein Limit erreichen lassen - im positiven Sinne - und die mir gleichzeitig eine Menge Geborgenheit und Liebe geben.

Meine Mutter hat mich von Anfang an dazu erzogen, meinen Stolz und meine Unabhängigkeit niemals aufzugeben und immer mein bestes zu geben. Deshalb bin ich heute hier an diesem Punkt angekommen, an dem ich ohne zu zögern behaupten kann, dass ich glücklich bin. Ohne meinen Stolz und meine Unabhängigkeit hätte ich mich womöglich erniedrigen und in Abhängigkeiten drängen lassen, die mir nur geschadet hätten. Nein, stattdessen bin ich ein Freigeist, ich weiß, was mir gut tut, weiß, wann ich Raum für mich brauche und bin mit mir selbst im Reinen. Ich weiß aber auch, dass ich alles, worauf ich zurückblicken kann, alleine und aus eigener Kraft erreicht habe. Mein Studium, meine Ausbildung, vielleicht auch die Entdeckung meiner Gabe(n). In allem habe ich zwar die bedingungslose Unterstützung meiner Mutter genießen dürfen, doch letztendlich bin ich schon immer meinen eigenen Weg gegangen. Nie musste ich mich dazu an jemanden binden oder war auf jemanden angewiesen. Alles, was ich habe, konnte ich mir selbst aufbauen.

Danke, Mama, dass du mich zu dem Menschen gemacht hast, der ich heute bin.
Es ist mir möglich Dinge zu hinterfragen oder nicht einfach hinzunehmen und mich damit abzufinden. Ich kann für das kämpfen, was ich will. Durch dich bin ich mir auch bewusst, wie viel wirklich in mir steckt, und dass ich damit noch viel erreichen kann. Dass ich mein Leben konstant verbessern kann. Mit deiner selbstlosen, aufopferungsvollen und wortwörtlich liebevollen Erziehung lässt du mich heute an mich selbst glauben und daran, dass ich immer noch ein Stückchen mehr haben kann.

Auch meine beste Freundin ist schlichtweg fantastisch. Vermutlich liegt es ein bisschen am Altersunterschied, denn sie könnte eigentlich auch meine Mutter sein. Doch noch nie, seit wir uns kennen, stand das zwischen uns, weil wir uns von Anfang an auf gleicher Ebene begegneten. Die Freundschaft zu ihr betrachte ich als etwas ganz besonderes, da sie sich an meinem Leben beteiligen möchte und weil ich mit absoluter Sicherheit weiß, dass sie ebenfalls stolz auf mich und das, was ich tue, ist. Auch sie unterstützt mich in all meinen Entscheidungen, lässt mich an ihren eigenen Erfahrungen teilhaben und nimmt mich auch einfach mal in den Arm, wenn ich es brauche (oder verschwindet wortlos in der Küche und erscheint mit einem Glas Sekt wieder, weil sie mir ansieht, dass ich wütend bin lol). Gleichzeitig kann ich sie auch zu jeder Zeit um Rat bitten, da sie immer ein offenes Ohr für mich hat und mir ihre Meinung ehrlich darlegt. Natürlich ist es manchmal nicht das, was ich hören möchte, allerdings stößt sie mich damit jedes mal zum nachdenken und zum Reflektieren der Situation an.

Tatsächlich ist sie für mich mehr Familie als der ein oder andere direkte Verwandte. Das mag an ihrer herzensguten Art liegen, daran, dass sie alles für die Menschen macht, die ihr etwas bedeuten oder auch daran, dass ich bei ihr jedes einzelne mal mit offenen Armen empfangen werde. Mittlerweile habe ich wirklich das Gefühl, als würde ich in mein zweites Zuhause kommen, wenn ich sie und ihren Mann besuche. Beide geben so viel und haben noch niemals etwas dafür im Gegenzug erwartet. Das ist für mich beeindruckend und erfüllt mich mit tiefer Zuneigung.

Doch nicht nur das, was beide Frauen direkt für mich tun, ist bewundernswert. Nein, vielmehr sind auch ihr Kampfgeist, ihre Stärke und die unbändige Kraft die wesentlichen Faktoren, weshalb ich ihnen nacheifern möchte. Beide haben sich noch kein einziges mal durch Schicksalsschläge oder Krankheiten unterkriegen lassen und begegnen jedem neuen Tag mit Lebensfreude. Sie schützen ihre Familie und opfern sich dafür bis über die Grenze hinaus auf. Auch habe ich den leisen Verdacht, dass mich beide auf ihre Arten vor Bösem behüten wollen - auch heute, mit 25 Jahren. Dafür reichen vermutlich ein paar einfache Worte der Dankbarkeit gar nicht aus.

All diese Gründe und selbstlosen Taten motivieren mich dazu, ein guter Mensch zu sein. Wärme zu geben, Herzlichkeit, Dankbarkeit für die kleinen Dinge zu zeigen und aus allem das beste zu machen. Vielleicht ist das ein akzeptabler Weg meine eigene Dankbarkeit zu zeigen, denn um nichts auf der Welt möchte ich jemanden mit einem Fehler enttäuschen. Ich möchte ihnen zeigen, das ich ihre Zuneigung nutze, um aus mir etwas zu machen, auf das man mit Stolz blickt. Ich möchte ein Mensch sein, der selbst als herzlich wahrgenommen wird und der nie seinen Weg aus Bequemlichkeit (seien es Faulheit, Abhängigkeit oder Kraftlosigkeit) aus den Augen verliert.

Ihre Bemühungen, die sie in mich investiert haben (und es noch immer tun) sollen nie umsonst gewesen sein.


Ich hoffe, dass mein Eintrag nun als Quelle der Inspiration für euch dient. Macht euch bewusst, was die Frauen in eurem Umfeld in ihrem Leben geleistet haben - sei es eure Mutter, Schwester, Partnerin, Freundin. Jede trägt Tag für Tag einen neuen Kampf aus - der mit ein klein wenig Unterstützung sicherlich angenehmer gestaltet werden kann.
12.8.17 15:56
 


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